image/svg+xmlALF

Wie werden Tiere in der Schweiz gehalten? Die wichtigsten Fakten zur konventionellen Tierhaltung

Lara Biehl, 08.03.2022

Die konventionelle Landwirtschaft stellt den grössten Teil der im Supermarkt zu kaufenden Produkte her. Dies gilt auch für tierische Erzeugnisse. Lediglich 2.4% der Schweine und 12,4% der Rinder, die in der Schweiz zu Nahrungszwecken gemästet, getötet und danach zu Fleisch verarbeitet werden, stammen aus Betrieben, die die Bio-Standards erfüllen.1 Der Begriff "konventionelle Tierhaltung" oder "herkömmliche Tierhaltung" bezeichnet eine Haltungsform, die sich dadurch auszeichnet, dass sie nicht an bestimmte Wirtschaftsweisen, wie beispielsweise die biologische Landwirtschaft, gebunden ist. Betriebe, die konventionell ausgelegt sind, müssen sich lediglich an die gesetzlichen Mindestanforderungen halten. Wie leben Tiere, die konventionell gehalten werden? Wie viel Platz steht ihnen zur Verfügung? Haben die Tiere ein Recht auf Weidegang bzw. Auslauf? Der nachfolgende Text hat zum Ziel darüber aufzuklären, welche Mindestanforderungen an die konventionelle Tierhaltung bei Rindern, Kälbern, Schweinen und Hühner gestellt werden und diese kurz zu kommentieren. Quellengrundlage für die Recherche bildet das Tierschutzgesetz. Die Quellen sind immer verlinkt und öffentlich zugänglich.

BFS

Weshalb ist es wichtig zu wissen, wie Tiere in der Schweiz gehalten werden? In einer Umfrage des Schweizerischen Tierschutzes wurden 1034 Teilnehmer nach ihren Einschätzungen, wie konventionell gehaltene Rinder leben müssen, befragt. Die Ergebnisse der Umfrage ergaben, dass nur rund 20% der befragten Personen die realen Begebenheiten in der Rinderzucht richtig eingeschätzt haben und die Wahrnehmung darüber, unter welchen Umständen die Tiere tatsächlich leben, stark verzerrt ist.2 Diese verzerrte Wahrnehmung führt nicht nur dazu, dass die Motivation, sich über ethische Probleme bezüglich der Nutzung von Tieren im Allgemeinen Gedanken zu machen niedriger ist, sondern auch zu der Auffassung, dass die Schweizer Fleisch- und Milchindustrie im Gegensatz zur ausländischen deutlich besser abschneidet.

Mastrinder, Milchkühe und Mastkälber

Rinder Abmessung

Die Tabelle führt die Mindeststandards für Liegeflächen anhand des Alters und des Gewichts der Tiere auf. Einem Kalb, das 4 Monate alt ist, steht eine 1,5m² grosse Liegefläche zur Verfügung, einem Rind über 400kg eine Fläche von 3m². Im Gegensatz zur landläufigen Meinung haben konventionell gehaltene Tiere kein Recht auf Weidegang, was zur Folge hat, dass sie ein Leben lang auf engem Raum in einem Stall eingepfercht sind. Es ist auch keine Pflicht, die Liegefläche mit Stroh auszustatten. Das Tierschutzgesetz schreibt lediglich vor, dass den Rindern geeigneter Einstreu zur Verfügung stehen muss oder dieser mit verformbarem weichem Material ausgestattet ist.3

Ein anderer, weit verbreiteter Irrtum, betrifft die Auffassung, dass Kälber zumindest eine Zeit lang mit der Mutterkuh zusammenbleiben dürfen. Konventionell gehaltene Kälber dürfen und werden unmittelbar nach der Geburt von der Mutter getrennt und anschliessend entweder in Einzelboxen oder Kälberhütten isoliert. Einzelboxen, in denen Kälber bis zwei Wochen alt unterkommen, müssen eine Fläche von 85x130cm aufweisen, während Kälberhütten (bei Kälbern bis zu drei Wochen) 1m² gross sein müssen (nach dieser Zeit werden die Kälber in Gruppen gehalten). Kontakt mit Artgenossen haben die Kälber in den Hütten keinen, es ist lediglich vorgeschrieben, dass Sichtkontakt garantiert sein muss.4

Kälberiglu Chueweid Abbildung: Damit Kühe Milch geben, müssen sie ein Kind gebären. Für die Jungtiere wird oft keine Verwendung gefunden, weshalb sie kurz nach ihrer Geburt der Mutter entrissen und getötet werden. Die Mutterkühe werden anschliessend wieder künstlich befruchtet. Die Abbildung zeigt Kälber in Iglus der Tierfabrik "Chueweid" in Drälikon Hünenberg. Auf der Farm werden circa 300 Kühe und 200 Jungtiere gehalten.

Was bedeutet das für Mutterkuh und Kalb? Kühe sind sehr soziale Tiere, die in der Regel eine starke Bindung zu ihren Nachkommen aufbauen und einen ausgeprägten Beschützerinstinkt aufweisen.5 Es können nicht nur direkte Reaktionen der Mutterkühe auf die forcierte Trennung beobachtet werden - so wie das wiederholte gegenseitige Rufen nacheinander - sondern auch physiologische sowie psychische Nachteile verzeichnet werden. Auch Studien ergaben, dass die frühzeitige Trennung von Kalb und Mutterkuh bei beiden Tieren nachweisbar zu erhöhtem Stress, depressionsähnlichen Symptomen und Deprivationsstörungen bei Jungtieren führt.6

Schweine

Auch die Mindestanforderungen an die Haltung von Schweinen sind gering. Die untenstehende Tabelle umfasst die gesetzlichen Mindestmasse für die Haltung von Ferkeln, Schweinen, Sauen und Zuchteber.

Schweine Abmessung Quelle: Fachinformation Tierschutz, Mindestmasse für die Haltung von Schweinen, BLV.7

Ein Schwein, das 110 kg wiegt, erhält dabei nicht mehr Platz als 0.90m², um sich zu bewegen. Schweine haben weder ein Recht darauf, auf eine Weide geführt zu werden noch sich in einem Aussenbereich aufzuhalten. Auch Tageslicht ist gesetzlich nicht vorgeschrieben und viele Schweine kommen erst dann zum ersten Mal an die frische Luft, wenn sie auf dem Weg zum Schlachthof sind.

Eine Besonderheit bei der Schweinezucht (die auch bei BTS/RAUS sowie Bio vollzogen wird) ist die Buchtenhaltung der Muttersau. Während der Deck- und Säugezeit (also vor, während und nach der Geburt der Ferkel) wird die Muttersau in eine besondere Anlage gebracht, wo sie getrennt von der Gruppe gehalten wird. Solche Einrichtungen werden Abferkelbuchten genannt. Das Schweizerische Tierschutzgesetz schreibt seit dem Jahre 1997 vor, dass Abferkelbuchten so zu gestalten sind, dass sich die Muttersau problemlos um ihre eigene Achse drehen kann. Ausserdem muss die Fläche dieser Bucht mindestens 5.5m² betragen muss, wovon 2.25m² als Liegefläche dienen müssen.8 Die Muttersau hat kein Recht darauf, in einen Auslauf geführt zu werden. Dazu erhält sie wenig bis fast gar keine Beschäftigungsmöglichkeiten und muss während einem Teil der Schwangerschaft alleine in der Bucht ausharren. Genau wie bei den Milchkühen werden der Mutter ihre Kinder kurz nach der Geburt weggenommen, um diese zu mästen und anschliessend zu töten. Viele der Muttersauen leben jahrelang - bis zu ihrer Exekution - drinnen.

Vor dem Jahre 1997 war es üblich Schweine teilweise permanent in sogenannten Kastenständen zu halten (diese Praxis ist übrigens in vielen Ländern ausserhalb der Schweiz immer noch legal und weit verbreitet). Genau wie in den Abferkelbuchten werden Schweine während der Trächtigkeit und der Säugezeit einzeln in einer Kaste gehalten. Dort ist die Muttersau fixiert, so dass sie sich nicht drehen kann. Während dieser Zeit wird sie nie aus der Kaste gelassen, sondern verharrt permanent dort. Kasten bieten aus ökonomischer Sicht mehrfachen Nutzen: Dadurch, dass sich die Muttersau nicht bewegen kann, kann die Mortalität der Ferkel vermindert werden, da sie (vermeintlich) weniger Möglichkeiten hat, versehentlich auf sie zu liegen und sie zu erdrücken (ironischerweise erdrückt die Mutter Ferkel in den Kastenständen öfters, da sie ja keine Möglichkeit hat, ihnen auszuweichen, weil sie sich nicht bewegen kann). Die Kastenhaltung ermöglicht es den Betrieben ausserdem, weniger Reinigungs- und Personalaufwand zu verbuchen. Die dauerhafte Haltung von Schweinen in Kasten ist in einigen Ländern verboten, weil sie als nicht-artgerecht und grausam gegenüber dem Tiere klassifiziert wird. Obwohl diese Haltungsform verrufen ist, stimmt es nicht, dass sie in der Schweiz verboten ist. Schweinehaltern ist es immer noch gestattet, die Muttersau über einen bestimmten Zeitraum zu fixieren. Die gesetzlich erlaubte Zeit, in der die Muttersau in der Kaste gehalten werden darf, betrifft höchstens zehn Tage (Art. 48 Abs. 4 TSchV). Der Gesetzestext lautet folgendermassen9:

Während der Geburtsphase kann die Sau im Einzelfall bei Bösartigkeit gegenüber den Ferkeln oder Gliedmassenproblemen fixiert werden (Art. 50 Abs. 1 TSchV). Als Geburtsphase, in der die Sau im Einzelfall fixiert werden darf, gilt der Zeitraum vom Beginn des Nestbauverhaltens bis längstens zum Ende des dritten Tages, der auf die Geburt folgt. Es ist aufzuzeichnen, welche Sau aus welchem Grund fixiert wurde (Art. 26 Abs. 1 Nutz- und Haustier).

Daneben werden Mutterschweine üblicherweise während dem (künstlichen) Befruchtungsprozess fixiert. Wie oft Schweinehalter im Durchschnitt von der befristeten Kastenhaltung gebraucht machen, ist öffentlich nicht einsehbar, Recherchearbeiten von Tierrechtsorganisationen und The Animalist zeigen aber, dass Kasten auch heute immer noch laufend und über die gesetzliche Dauer zum Einsatz kommen.10

Abferkelbucht Die Mutter wird während der Schwangerschaft in die Abferkelbucht gebracht, wo sie alleine auf die Geburt der Ferkel warten muss. Auf dem Bild ist die ganze Bucht erkennbar. Sie kann sich zwar drehen, es stehen ihr aber keine abwechslungsreichen Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wenn ihre Jungen auf der Welt sind, bleiben sie nur ein paar Wochen bei ihr und werden dann entweder für die Mast vorbereitet oder zur Zucht verwendet. Die Mutter wird erneut künstlich befruchtet. Das Bild stammt aus einem Hof in der Deutschschweiz.

Kastenstand Kastenstände sind in der Schweiz nur zur permanenten Nutzung verboten - nicht aber zur temporären. Viele Schweinezüchter halten Mütter in Kasten, um sie künstlich befruchten zu können. Die weiblichen Schweine müssen mehrere Tage in der Kaste verharren. Sie können sich weder drehen, noch dürfen sie zu bestimmten Zeiten aus der Kaste, um sich zu bewegen.

Masthühner und Legehennen

Die Anforderung für die Haltung von Hühnern unterscheiden sich je nach Zucht bzw. Nutzung des Huhns. Es gelten verschiedene Regelungen für die Haltung von Legehennen (Hennen, die zur Eierproduktion gebraucht werden) und Masthühnern (Poulet)

Masthühner

Abmessung Geflügel

Als Bodenfläche wird die gesamte begehbare Fläche aufgefasst, die den Hühnern zur Verfügung steht, das heisst, wenn den Tieren erhöhte Sitzgelegenheiten zur Benutzung bereitstehen, sind diese in der Bodenfläche inbegriffen. Bei Masthühnern – im Gegensatz zu Legehennen – existiert keine gesetzliche Pflicht zur Anbietung von erhöhten Sitzgelegenheiten, obwohl sie für das Wohlbefinden der Hühner von grosser Bedeutung sind, weil sie es auch in freier Natur vorziehen, sich in höhere Lagen zurück zu ziehen (z.B. auf Bäumen) um sich so vor Fressfeinden am Boden zu schützen.11

Ausserdem wird anders als bei den restlichen Tieren die Platzberechnung bei Hühnern nicht in m² pro Tier, sondern in m² pro Kilogramm angegeben. Der Grund dafür ist, dass es verschiedene Formen der Mast gibt, in denen die Hühner ein anderes Mastendgewicht erreichen und somit je nachdem mehr Platz brauchen. In der Kurzmast beispielsweise wird ein Huhn im Alter von 31 Tagen in den Schlachthof geschickt und weist ein Mastendgewicht von 1,5 kg auf. Auf einem Quadratmeter halten sich bei dieser Zuchtart dann 20 Tiere auf. Bei der Normalmast werden die Tiere mit rund 39 Tagen getötet und weisen ein Mastendgewicht von 2,25 kg auf. Bei dieser Art der Mast halten sich 13,3 Masthühner auf einem Quadratmeter auf, was etwa so viel Raum wie die Grösse eines A-4 Blattes entspricht.

Mastendgewicht

Möglich ist diese kurze Mastdauer, weil zur Mast speziell gezüchtete Hühnerrassen eingesetzt werden, die in kurzer Zeit ein enormes Wachstum aufweisen. Die Hühner – dabei eigentlich noch im Kleinkindesalter – haben bereits dasselbe Gewicht, wie ihre nicht überzüchteten, erwachsenen Artgenossen. Die massive Gewichtszunahme hat zur Folge, dass Masthühner unter diversen gesundheitlichen Problemen leiden. Um einige Beispiele aufzuführen:

  • Stoffwechselstörungen: Das Augenmerk bei der Masthühnerzucht liegt auf der Erhöhung der Wachstumsrate sowie der Verringerung der Futterverwertung. Da die angezüchteten Funktion des effizienten Wachstums nicht den natürlichen Erhaltungsanforderungen der Hühner entspricht, entstehen Ungleichgewichte zwischen der Protein- und Fettablagerung und der Energieversorgung für den Erhaltungsbedarf. Eine Folge davon ist eine unzureichende Sauerstoffversorgung, worauf oftmals Stoffwechselerkrankungen wie Herzinsuffienz und die Bildung von Ödemen in Lunge und Herz folgen.12

  • Störungen aufgrund des zu schnellen Skelettwachstums: Da das Skelett der Masthühner nicht normal wachsen kann und überlastet ist, treten häufig Knochenerkrankungen auf. Medizinische Folgen sind unter anderem Arthrose, Lahmheit und der Verlust der Fortpflanzungsleistung.13 Da vor allem das Brustbein so gross wie möglich gezüchtet wird, leiden Masthühner unter Gleichgewichtsstörungen. Das überdimensional grosse Brustbein verursacht, dass die Hühner wiederholt nach vorne fallen und kann verhindern, dass sie wieder aufstehen können, nachdem sie gefallen sind.

BTS Farm Eine BTS-zertifzierte Geflügelmast des Unternehmens Bell im Kanton Bern. Der Maximalbestand an Masthühner besteht in der Schweiz aus 24 000 Masthühnern.14

Legehennen

Im Gegensatz zu Masthühner werden Legehennenrassen nicht mit der Intention gezüchtet, möglichst viel Gewicht anzusetzen, sondern so viele Eier wie möglich zu legen. Zum Vergleich: Das Bankivahuhn, der Urvater der modernen und industriell genutzten Hühner, legt jährlich gerade mal 20 Eier, unsere Legehennen dagegen sind genetisch so verändert worden, dass sie in der Lage sind fast jeden Tag ein Ei zu legen. Die starke Beanspruchung des Legeapperats des Huhns führt wiederum zu gesundheitlichen Problemen: Eileiterentzündungen (Salpingitis), Bauchfellentzündungen oder Geschwulsterkrankungen sind eine natürliche Folge der Haltung und Überzüchtung der Legehennen und treten überall auf. Wie auch Masthühner leiden Legehennen unter Osteoporose (aufgrund Bewegungsmangel) und metabolischen Erkrankungen (Herzleiden).15 Zusätzlich ist es gesetzlich erlaubt und ökonomisch unvermeidbar, dass männliche Küken sofort nach dem Schlüpfen mit Kohlendioxid vergast werden. Da sie keine Eier legen können und nicht von derselben Zucht sind wie Mastgeflügel, das heisst, deshalb nicht so schnell Gewicht ansetzen, sind sie wertlos für die Industrie. Jährlich werden in der Schweiz über 2,5 Millionen Küken an ihrem ersten Lebenstag getötet.16

Besatzesdichte Legehennen

Gleich wie bei Masthühnern wird der Platz für Legehennen anhand des Gewichtes des Huhnes berechnet. Die Tabelle führt den gesetzlich vorgeschriebenen Platz für Legehennen anhand der Besatzungsdichte auf. Bei einer Haltung unter 250 Küken sind 14 Tiere auf einem Quadratmeter erlaubt, bei einer Haltung von über 250 Küken sind es 15. Auf einen Quadratmeter folgen sieben Legehennen, die weniger als 2 Kilogramm wiegen oder sechs, die mehr wiegen. Im Gegensatz zu Masthühnern ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Legehennen Sitzstangen auf zwei verschiedenen Höhen zur Verfügung gestellt werden.17

Tierschutz hat nur wenig mit Tierwohl zu tun

Die meisten Tiere, deren Körperteile oder Erzeugnisse in Supermärkten angeboten werden, wurden zu ihren Lebzeiten nach konventioneller Art gehalten. Tiere, die unter dieser Art der gesetzlichen Bestimmungen leben, werden auf engstem Raume gehalten, erhalten weder Beschäftigungsmaterialien noch angemessene Schlafunterlagen und werden nie Sonnenlicht zu spüren bekommen. Die Schweiz lobt sich immer wieder für ihr fortschrittliches Tierschutzgesetz, das den Tieren im Gegensatz zum Ausland angeblich viel mehr Platz und Würde zukommen lassen soll. In Wahrheit leiden auch Schweizer Tiere unter der intensiven "Nutztierhaltung". Die Unterschiede zu anderen Ländern, was beispielsweise den verfügbaren Platz angeht, unterscheiden sich minim, wenn man bedenkt, dass das gesetzliche Mindestmass für Bewegungsfreiheit eines 110 kg schweren Schweines 0.9m² beträgt. Tierschutz kann nicht mit dem aufrichtigen Interesse am Wohl des Tieres gleichgesetzt werden. Wer am Tierwohl interessiert ist, entscheidet sich dafür, die Nutzung von Tieren für menschliche Zwecke ganz abzulehnen. Achtung: The Animalist vertritt nicht die Ansicht, dass es in Ordnung ist, nicht-menschliche Tiere auszubeuten, wenn sie unter guten oder besseren Bedingungen leben und wir fordern keine Erhöhung der Lebensstandards, sondern die Respektierung grundlegender moralischer Rechte von Tieren. Dennoch finden wir es notwendig, über die aktuellen "Tierhaltungsformen" aufzuklären und zu zeigen, wie Tiere in der Schweiz leben müssen.


  1. Bundesamt für Statistik (BFS), 07 Land- und Forstwirtschaft, Neuchâtel 2019, https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/7106366/master
  2. Daester, Daniel, Maissen, Flurin, Schweizer Mastrinder sehen oft weder Gras noch Sonne, 19.11.2013, https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/themen/umwelt-und-verkehr/schweizer-mastrinder-sehen-oft-weder-gras-noch-sonne-2
  3. Art. 39 Abs. 2 TSchV.
  4. Fachinformation Tierschutz, Mindestabmessungen für die Haltung von Rindern, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/tiere/nutztierhaltung/rinder/fachinformationen-rind/1_5_rinder-mindestabmessungen.pdf.download.pdf/1_5_d_Rinder_Mindestabmessungen.pdf
  5. siehe zum Beispiel: Johnsena, Julie Føske et. al., The effect of nursing on the cow–calf bond, in: Applied Animal Behaviour Science, Bd. 163, 2015, S. 50–57.
  6. Flower, F., Weary, D., The Effects of Early Seperation on the Dairy Cow and Calf, in: Animal Welfare, Bd. 12, 2003, S 339-348.
  7. Fachinformation Tierschutz, Mindestmasse für die Haltung von Schweinen, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/tiere/nutztierhaltung/schweine/fachinformationen-schwein/fi-schwein-mindestmasse.pdf.download.pdf/1_(2)_d_FI_Schwein_Mindestmasse.pdf
  8. Fachinformation Tierschutz, Mindestmasse für die Haltung von Schweinen, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/tiere/nutztierhaltung/schweine/fachinformationen-schwein/fi-schwein-mindestmasse.pdf.download.pdf/1_(2)_d_FI_Schwein_Mindestmasse.pdf
  9. Tierschutzverordnung https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20080796/index.html
  10. Sennhauser, Tobias, Kein Kastenstandverbot in der Schweiz, 12.02.2014, https://www.tier-im-fokus.ch/video/kastenstand_schweiz
  11. Aviforum, https://www.aviforum.ch/Portaldata/1/Resources/Wissen/Haltung/DE/Normen_B7-I_d_130221_print.pdf, Technische Weisungen über den baulichen und qualitativen Tierschutz, Mastgeflügel, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/tiere/nutztierhaltung/huehner/tierschutz-kontrollhandbuch-mastgefluegel.pdf.download.pdf/Tierschutz-Kontrollhandbuch%20Mastgefl%C3%BCgel.pdf
  12. Scheele, C.W., Pathological Changes in Metabolism of Poultry Related to Increasing Production Levels, in: Veterinary Quarterly, Bd. 19, Nr. 3, 1997, S. 127-130.
  13. Thorp, B.H., Skeletal Disorders in the Fowl: A Review, in: Avian Pathology, Bd. 23, Nr. 2, 1994, S. 203-236.))
  14. Art. 2 Höchstbestände, https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20130227/index.html
  15. Albert-Schweitzer-Stiftung, Legehennen, https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/legehennen/2
  16. Hofmann, Markus, Das kurze Leben der Legehenne, 23.03.2013, https://www.nzz.ch/schweiz/das-kurze-leben-der-legehenne-1.18051922
  17. Tierschutz-Kontrollhandbuch Legehennen, Junghennen- und Elterntiere, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, https://www.afapi-fipo.ch/fileadmin/mr_afapi_fipo/user_upload/Documents/Prestations/PA_2018/DE/4Kontrollhandbuch-Legehennen.pdf